Metamorphose

Magersüchtige hungern sich willkürlich runter (manchmal sogar bis in den Tod!). Die Magersucht selbst heißt in der Wissenschaft Anorexia nervosa (Nervöse Appetitlosigkeit). Eigentlich stimmt das ja nicht, da Magersüchtige nicht an Appetitlosigkeit leiden, sondern absichtlich nichts essen wollen. Magersucht liegt meistens nicht an Appetitlosigkeit, denn eigentlich verspüren Magersüchtige einen besonders großen Appetit (den sie aber verleugnen).

Seit wann gibt es die Magersucht?

Magersucht gab es schon im 17. Jahrhundert. Sie wurde vom Mediziner Richard Morton in seinen Aufzeichnungen erwähnt.

Ist Magersucht ernst zu nehmen?

Auf jeden Fall! Die Magersucht ist eine ernst zu nehmende Krankheit, mit der nicht zu Spaßen ist. Die Zahl der Erkrankten steigt Jahr zu Jahr.

Woran erkennt man, ob jemand magersüchtig ist?

Um das herauszufinden haben Mediziner ein Klassifikationssystem entwickelt. Laut der American Psychiatric Association gelten folgende Merkmale:

  • Die Betroffenen haben ein niedriges Körpergewicht
  • Der Gewichtsverlust wurde selbst herbeigeführt
  • Magersüchtige haben eine gestörte Körperwahrnehmung, dass heißt die Betroffenen finden sich selbst dann zu dick, wenn sie nur mehr Haut und Knochen sind
  • Bei Frauen setzt die Periode aus (Amenorrhoe)
  • Bei Beginn der Krankheit vor der Pubertät ist die körperliche Entwicklung gehemmt.

Das niedrige Gewicht einer Magersüchtigen wird durch ungewöhnliche Ess- und Gewichtsregulationsverhalten und Verweigerung der Nahrungsaufnahme erreicht. Ein geschultes Auge erkennt sofort einen Magersüchtigen an seinen Verhaltensweisen.

Gibt es mehrere Formen der Magersucht?

Ja, Wissenschaftler meinen, es gibt 2 Formen der Magersucht. Diese zwei Typen unterscheidet man:

  • Restriktive Typ - Beschrenkt sich auf Fasten und Bewegung um Gewichtsverlust zu erlangen.
  • Binge-purging Typ - Es gibt Fressattacken (Heißhungerattacken) und greift auf unnatürliche Mittel zurück (Erbrechen/Abführen)

Viele Magersüchtige halten oft nicht sehr lange durch, da sie es nicht schaffen, dem ständigen Hungergefühl Stand zu halten. Ein Übergang zur Bulimie ist daher nicht selten (Ess-Brech-Sucht)


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